Arbeitsplätze und Wohnungen für die Armen in den städtischen Slums!

Mehr als eine Milliarde Menschen – über ein Drittel der städtischen Bevölkerung – lebt in Slums in den Metropolen v.a. der halbkolonialen Welt. Diese Slums sind die Heimat vieler der working poor, die in den sogenannten Entwicklungsländern bis zu ¾ der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft – in Schwarzafrika und Südasien sogar mehr als 80% - ausmachen.


Die meisten der Slumbewohner haben keinen festen Job, sondern sind arbeitslos, als ArbeiterInnen ohne feste Anstellung oder als kleine Selbständige tätig. Sie sind daher zumeist Teil der unteren Schichten der ArbeiterInnenklasse, halb-proletarische Elemente, die auch in der städtischen Landwirtschaft tätig sind, kleine Selbständige oder gehören zum Lumpenproletariat. Die extrem unsichere Position in der Arbeitswelt erhöht die Bedeutung ihrer besonderen Lebens- und Wohnbedingungen und ist der Grund, warum wir von der städtischen Armut als einer besonderen Schicht sprechen können.


Ihnen fehlen zumeist stabile Häuser, eine gute Kanalisation, sauberes Trinkwasser und eine Abfallentsorgung. Darüberhinaus müssen sie sich mit den alltäglichen Brutalitäten der Polizeischergen, lokaler Gangster oder der Spekulanten-Mafia herumschlagen.


Im Kampf für die sozialistische Befreiung ist in den Slums die Selbstorganisierung der EinwohnerInnen vordringlich. Um sich gegen den alltäglichen Terror der Behörden, der Polizei und der Mafia zur Wehr zu setzen, ist die Organisierung in lokalen Aktionskomitees als erste Stufe zu Räten sowie der Aufbau von bewaffneten Selbstverteidigungseinheiten unabdingbar. Zentral ist dabei auch, ein enges Bündnis mit kämpferischen Gewerkschaften, Organisationen der MigrantInnen, der Frauen und der Jugendlichen herzustellen. Die Arabische Revolution – aber auch schon die Revolution im Iran 1979 – hat gezeigt, welch wichtige Rolle die städtische Armut in der Revolution spielen kann, gerade auch um den konservativ-bremsenden Einfluß der Arbeiterbürokratie und der dünnen Schicht der Arbeiteraristokratie zurückzudrängen. Damit jedoch keine populistischen Kräfte die Führung unter den städtischen Armen übernehmen, müssen die revolutionären Kräfte hier an vorderster Front stehen.


Die Perspektive des Kampfes muss sich v.a. auf ein öffentliches Beschäftigungsprogramm unter Kontrolle der ArbeiterInnenbewegung und der Organisationen der Slumbewohner orientieren. Mittels eines solchen Programms könnte einerseits die Arbeitslosigkeit bekämpft werden und andererseits die Grundlage für den massiven Bau von qualitativ hochwertigen Häusern, dem Aufbau der Infrastruktur, den Anschluß an saubere Wasserversorgung usw. geschaffen werden.


* Für ein öffentliches Beschäftigungsprogramm unter Kontrolle von VertreterInnen der Slumbewohner und der ArbeiterInnenbewegung – bezahlt aus den Unternehmerprofiten! Für ein großangelegtes staatliches Investitionsprogramm zum Ausbau von Wohnungen, Energie-, Abwasser- und Abfallentsorgung, Krankenhäuser und Schulen, Straßen und öffentlichen Verkehr!


* Für den Aufbau von lokalen Aktionskomitees und Selbstverteidigungseinheiten der Slumbewohner!

 


Zurück: * Rettet unseren Planeten

Weiter: * Das Land den Bauern


Free Homepage Translation