Für Frauenbefreiung – gegen Imperialismus!

Aufruf zum internationalen Kampftag der Arbeiterfrauen am 8. März 2015

Von Nina Gunić, Internationale Frauensekretärin der Revolutionär-Kommunistischen Internationalen Tendenz (RCIT), 7.3.2015, www.thecommunists.net

 

1.            Die Revolutionär-Kommunistische Internationale Tendenz (RCIT) grüßt alle Kämpferinnen und Kämpfer für die Befreiung der von der Klassengesellschaft und dem Imperialismus besonders geknechteten Frau. An diesem besonderen Tag, dem internationalen Kampftag der Arbeiterfrau, dem 8. März, gedenken wir der heldenhaften Pionierinnen der Frauenbefreiung. Wir gedenken der ermordeten Textilarbeiterinnen, die während eines Streiks in einer New Yorker Fabrik für Baumwolltextilien am 8. März 1908 vom Unternehmer eingesperrt und, nachdem dieser Feuer legte, während des anschließenden Brandes elendig zugrunde gerichtet wurden. Ihr heldenhafter Streik gegen die Ausbeutung durch die Fabrikbesitzer, den 129 von ihnen mit ihren Leben bezahlten, wird durch jeden 8. März seit inzwischen 106 Jahren geehrt. (Dasselbe Schicksal ereilte 146 Arbeiterfrauen der ebenfalls in New York ansässigen Fabrik Triangle Shirtwaist im März des Jahres 1911.) Ebenso halten wir die Arbeit der kommunistischen Führerin und Verfechterin der Frauenrechte, Clara Zetkin, in Ehren. Sie war es, die unter anderem dafür eintrat dem Beispiel der Arbeiterinnen der USA zu folgen, die am 8. März 1909, ein Jahr nach der Ermordung der 129 Heldinnen, mit Großdemonstrationen und Streiks für das Recht der Frauen kämpften. Dank Clara Zetkin wurden diese Demonstrationen zu einem internationalen Ereignis, das sich seit 1911 jährt. Wir halten das Banner der proletarischen Frauenbewegung hoch, das Zetkins Lebenswerk darstellt. Dieses strahlende Banner muss noch bis in die hintersten Winkel dieser Welt getragen werden, sein Licht noch jede einzelne unserer Klassenschwestern in ihrem in Schweiß und Blut getränkten Dasein zum Kampf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung führen.

2.            Die RCIT grüßt besonders die Kämpferinnen und Kämpfer, die der imperialistischen Bestie mutig ins Antlitz blicken und sie endlich zu einem abgeschlossenen Kapitel der Menschheitsgeschichte machen wollen. Die Überausbeutung der halbkolonialen Länder, der die Kontrolle der Monopole über die Weltwirtschaft und ihrer permanenten Jagd nach Profit zugrundeliegt, prägen das Leben von Milliarden Unterdrückten des Nahen Ostens, des afrikanischen Kontinents, Lateinamerikas sowie breiter Teile Asiens sowie der Länder Osteuropas. Alleine die größten 147 multinationalen Konzerne kontrollieren 40% der Weltwirtschaft und nimmt man die 737 mächtigsten Monopole, so haben diese sogar 80% in der Hand. Sie beuten dabei in atemberaubender Geschwindigkeit die Menschen der Halbkolonien aus, allen voran die Frauen. In ihrem entbehrungsreichen Leben erwartet die Arbeiterfrauen nach einem oftmals mehr als 15-stündigen durchschnittlichen Arbeitstag sowie Gewalt und Vergewaltigungen durch die Aufseher der Fabriken das Versorgen des Haushaltes und der Kinder, wenn sie sich erschöpft und bis aufs Blut ausgebeutet nachhause schleppen. Ebenso werden die armen Bäuerinnen und die Armen der Städte in ein trostloses, am Rande des Verhungerns stehendes Dasein gedrückt, dem goldenen Kalb des Profites einiger Konzernherren und Großgrundbesitzer geopfert. Zu alldem kommen die Besatzerkriege der Großmächte hinzu, die den Frauen jede Perspektive auf eine Zukunft, geschweige denn auf wirkliche Freiheit und Gleichberechtigung unter Bombenhagel zunichtemachen wollen. Doch die bestialische Unterdrückung und Ausbeutung der Frau hindert Millionen von ihnen nicht am heldenhaften Widerstand gegen das imperialistische Raubtier. Gerade das letzte Jahr wurde durch ihren Kampf geprägt.

3.            Heldenhaft kämpften im vergangenen Jahr die Fabrikarbeiterinnen in verschiedenen Teilen der Welt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter der taiwanesischen Schuhfabrik Yue Yuen, 70% von ihnen sind Frauen, streikten mehr als zwei Wochen lang für einen gerechten Lohn und verbesserte Arbeitsbedingungen. Diese 40.000 Beschäftigten in der chinesischen Fabrikstadt Dongguan werden in Akkordarbeit zum Mindestlohn ausgebeutet und waren bis zum Streikbeginn fast gänzlich ohne gewerkschaftliche Organisierung. Sie setzten mit ihren heldenhaften Kampf den Konzernchefs von Nike, Adidas und anderer mächtig zu. Ebenso wie ihre Klassenbrüder und vor allem Klassenschwestern in Kambodscha standen sie dabei nicht nur den Fabrikbesitzern sondern der gesamten kapitalistischen Regierung in ihrem Land als Feinde gegenüber. In Kambodscha wurden dabei 39 Arbeiterinnen verhaftet, fünf von ihnen wurden von der Militärpolizei förmlich hingerichtet. Kambodscha hat einen Frauenanteil von 90% unter den 600.000 Textilarbeiterinnen und –arbeitern, von denen Tausende in den Streik gegen die sinkenden Löhne getreten sind. Diese niedrigen Löhne machten Kambodscha zu einem Land noch größerer Begierde für imperialistische Konzerne, vermehrt auch aus China. Die Arbeiterfrauen stellten sich mutig gegen die Konzernherren, forderten das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung, höhere Löhne und bessere Schutzmaßnahmen gegen die giftigen Dämpfe, die sie regelmäßig bewusstlos werden lassen. Sie lieferten sich Straßenschlachten mit der Militärpolizei Kambodschas und wurden in Dongguan mit angeblich „ruhe- und friedenschaffenden Maßnahmen“ verhaftet. Dies sind nur einige wenige der unzähligen heldenhaften proletarischen Kämpferinnen weltweit.

4.            Heldenhaft kämpften im vergangenen Jahr auch die armen Bäuerinnen gegen den zunehmenden Landraub, der inzwischen nicht nur durch Großgrundbesitzer, sondern gerade auch durch multinationale Konzerne erfolgt. In Liberia haben sich die Frauen und Männer des Jogbahn-Clans erfolgreich gegen die Enteignung durch den britischen Palmöl-Konzern Equatorial Palm Oil zur Wehr setzen können. Gerade hier hat sich auch wieder gezeigt, dass der Kampf der Arbeiterfrauen und armen Bäuerinnen nicht dem Interesse der bürgerlichen Frauen entspricht. Immerhin ist es die Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, die seit Jahren ebendiese multinationalen Konzerne vermehrt ins Land holt. Beeindruckend versuchen sich auch die Indigenen Brasiliens, wie z.B. die Guarani, gegen den Landraub zu wehren. Ihre Sprecherin Marinalva Manoel wurde vergewaltigt und ermordet, weil ihre Stimme zu laut, ihre Kampagne zu erfolgreich gewesen ist. Das sind nur zwei der zahlreichen Beispiele des heldenhaften Widerstandskampfes der armen Bäuerinnen weltweit.

5.            Heldenhaft kämpften im vergangenen Jahr auch die Frauen der verschiedensten Widerstandsbewegungen, die sich gegen Diktaturen und imperialistische Einmischungen bewaffnet zur Wehr setzen. Die Frauen des Gaza-Streifens, die sich in Hamas und anderen Widerstandsorganisationen als Kämpferinnen organisieren und gegen den übermächtigen Apartheidstaat Israel kämpfen, haben im blutigen Vernichtungskrieg im Sommer 2014 erneut unerschütterlichen Mut bewiesen. Kämpferinnen wie Um Dschafar und Guevara sind bekannte weibliche Gesichter der Rebellen in Syrien, die sich gegen die Diktatur Assads wehren. Immer mehr Fraueneinheiten schließen sich den Rebellen an, so auch der Miliz der „Saut al-Hak“ („Stimme des Rechtes“). Weltweit schließen sich immer mehr Frauen anti-imperialistischen Befreiungsbewegungen an.

6.            Die zunehmende Teilnahme der Frauen der unterdrückten Klassen am Befreiungskampf ist auch der Grund warum reaktionäre Regimes und imperialistische Staaten immer öfter versuchen, Frauen für ihre Sache zu gewinnen (wie z.B. Assads sogenannte „Löwinnen“ oder Israels Soldatinnen). Damit hoffen unsere Feinde ein Gegengewicht zu schaffen angesichts des regen Zulaufs, den der Befreiungskampf auch durch den weiblichen Teil der unterdrückten Völker erfährt. Egal ob weibliche Schergen im Dienste der Herrschenden, Frauen in den Chefetagen der Konzerne, an der Spitze rassistischer Bewegungen oder gar eines korrupten Regimes – sie sind alle nichts anderes als Feinde jeder klassenbewussten Arbeiterin und unterdrückten Frau. An dieser Tatsache ändert sich auch nichts, wenn sich diese Feinde der wirklichen Frauenbefreiungskämpferinnen selbst als Feministinnen bezeichnen.

7.            Die RCIT steht für den wirklichen Befreiungskampf gegen Frauenunterdrückung, der eine untrennbare Einheit mit dem Kampf gegen Kapitalismus und der imperialistischen Bestie darstellt. Dieser wirkliche Befreiungskampf wird von den Arbeiterinnen und Arbeitern dieser Welt angeführt und stützt sich auf den unterdrückten Volksmassen. Die Bewegung, die allgemein unter dem Begriff Feminismus zusammengefasst werden kann, kennt dagegen nur zwei, den proletarischen Interessen feindliche, Lager: Das Lager der bürgerlichen und das Lager der kleinbürgerlichen Frauenbewegung. Beide stehen diesen wirklichen Befreiungskampf auf unterschiedliche Weise im Weg. Sie bieten den unterdrückten Frauen entweder Teilnahme an der Unterdrückung an oder eine Sackgasse, die sie ins geschichtliche Nichts führt.

8.            Der Feminismus bürgerlicher Ausprägung ist ein großer Feind wirklicher Frauenbefreiung. Er stellt sich in den Dienst imperialistischer Interessen was sich schon früh in seiner Geschichte zeigte. Die Suffragetten waren die radikalste Ausprägung einer bürgerlichen Frauenbewegung. Sie verübten sogar Selbstmordattentate, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Doch als 1914 der imperialistische Erste Weltkrieg ausbrach, wurden sie umgehend zu flammenden Vaterlandverteidigerinnen, die sich bereitwillig im Sinne ihres imperialistischen Vaterlandes zur Kriegsmobilisierung meldeten. In ihrer Tradition sind auch heutige bürgerliche Feministinnen zu sehen, allen voran die deutsche Alice Schwarzer, die Sympathien für die rassistischen PEGIDA-Mobilisierungen entwickelt hat und die schon seit langem imperialistische Kriegsmobilisierungen gegen die angebliche „islamistische Bedrohung“ unterstützt. Diese bürgerlichen Feministinnen haben die pro-imperialistischen Mobilisierungen nach dem Attentat auf das rassistische Magazin Charlie Hebdo begrüßt. Sie lassen sich regelmäßig dafür einspannen, imperialistische Besatzerkriege wie den gegen Afghanistan und Irak mit dem Argument angeblicher Frauenbefreiung zu rechtfertigen. All das tarnen sie mit den Worten einer angeblichen Solidarität, die das gesamte weibliche Geschlecht umfassen muss. Dies ist nichts anderes als der Aufruf an Arbeiterfrauen und anderer Unterdrückten zum Verrat der eigenen Klasseninteressen, um – wie es die bürgerliche Frauenbewegung vorlebt – den imperialistischen Mächten zu dienen.

9.            Der Feminismus kleinbürgerlicher Ausprägung ist eine Sackgasse im Kampf für wirkliche Frauenbefreiung. Er steht zwar gerade auch in Indien und in verschiedenen Ländern Lateinamerikas oftmals an der Spitze von Massenmobilisierung der unterdrückten Frauen, wie der städtischen Armen, der Landarmut und auch vieler Arbeiterinnen. Er schreckt aber vor einem wirklichen Bruch mit der herrschenden Klasse und ihrem System, dem Kapitalismus, zurück. Mehr noch als das: der kleinbürgerliche Feminismus möchte die Frauen der bürgerlichen Frauenbewegung an Bord holen. Er ist daher ein potentielles Einfallstor eben dieser reaktionären Elemente in die Massenbewegungen der Unterdrückten. In Chile ist durch eine erstarkte kleinbürgerlich-geführte Frauenbewegung der Weg für bürgerliche Frauen in eine Reihe von Regierungsämtern geebnet worden. Eben diese Regierung hat erst – entgegen den ursprünglichen Forderungen der kleinbürgerlichen Frauenbewegung – kürzlich beschlossen, bestimmte Familienförderungen nur zu vergeben, wenn diese mit regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen der Frauen verbunden wird. In Indien standen auch kleinbürgerliche Feministinnen an vorderster Front während der Massenproteste gegen die Gruppenvergewaltigungen. Wie schon in der Vergangenheit gehört zu ihren zentralen Forderungen auch der Ausbau des Polizeiapparates, der real eine Verschlechterung und zunehmende Repression für die unterdrückten Klassen bedeutet. Ein seit Jahren laufendes Projekt kleinbürgerlicher Feministinnen waren auch Selbsthilfegruppen für Frauen, die ihre Töchter in der Not umbrachten. Diese Selbsthilfegruppen verwandelten sich in Kontrolleinheiten, die systematisch alle Frauen bei der Polizei anzeigten, die nicht zugaben ihre Töchter umgebracht zu haben. Im besten Fall sind kleinbürgerliche Feministinnen ungewollte Steigbügelhalterinnen für bürgerliche Karrieristinnen, im schlimmsten Fall sind sie offene Unterstützerinnen des bürgerlichen Repressionsapparates. Nur der proletarische Weg der revolutionären Frauenbewegung vertritt in aller Konsequenz die Interessen der unterdrückten Frauen, sowie aller anderen Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Welt. Eine solche revolutionär-proletarische Frauenbewegung muss daher auch Teil des Kampfes für eine neue, revolutionäre Fünfte ArbeiterInnen-Internationale, einer Weltpartei des Proletariats und aller Unterdrückten sein.

10.          Die RCIT steht für den Aufbau einer solchen Weltpartei, wie auch für den Aufbau einer revolutionären Frauenbewegung. Wir grüßen alle Kämpferinnen und Kämpfer für die Befreiung der von der Klassengesellschaft und dem Imperialismus besonders geknechteten Frau und wir fordern sie auf, sich mit uns zusammenzuschließen. Lasst uns gemeinsam für ein revolutionäres Programm für Frauenbefreiung kämpfen!

 

Für volle Gleichberechtigung in der Arbeitswelt:

* Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Massive Unterstützung zur Umwandlung der Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse für Frauen!

* Für ein öffentliches Beschäftigungsprogramm, um die Voraussetzung für die Vergesellschaftung der Hausarbeit zu schaffen und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit unter den Frauen zu beseitigen!

* Aufbau von Gewerkschaften, gerade auch für Arbeiterinnen und Arbeiter in halbkolonialen Ländern! Für Frauenkomissionen in den Gewerkschaften, um sich mit der besonderen Benachteiligung von Frauen sowohl am Arbeitsplatz als auch mit Sexismus in der ArbeiterInnenbewegung auseinanderzusetzen!

 

Für volle Gleichberechtigung in der gesamten Gesellschaft:

* Schluss mit allen Formen der rechtlichen Benachteiligung der Frauen – sei es in der Arbeitswelt, beim Zugang zur Bildung oder bei den Wahlen!

* Für den massiven Aufbau von kostenlosen, gut ausgestatteten Kinderbetreuungseinrichtungen rund um die Uhr! Für ein breit gefächertes Angebot von günstige und hochwertigen öffentlichen Verpflegungsstätten und Wäschereien! Unser Ziel ist die Vergesellschaftung der Hausarbeit!

* Freier Zugang zu kostenlosen Verhütungsmitteln und Abtreibung auf Verlangen ohne Ansehen des Alters und unabhängig davon, im welchen Monat der Schwangerschaft sich die Frau befindet!

* Weg mit allen Gesetzen und öffentlichen Kampagnen über religiöse Kleidervorschriften! Für das Recht auf das Tragen religiöser Kleidung unabhängig davon, ob es sich um eine Form von muslimischer Verschleierung, um den Dastar der Sikhs o.ä. handelt! Aber auch gegen jeden Zwang, diese tragen zu müssen!

 

Schluss mit der Gewalt gegen Frauen:

* Kampf der Gewalt gegen Frauen! Für den Ausbau öffentlicher und von Frauenorganisationen kontrollierten Frauenschutzeinrichtungen! Für den Aufbau von Selbstverteidigungseinheiten gegen frauenfeindliche Gewalt durch die ArbeiterInnen- und Frauenbewegung!

* Schluss mit der Bevormundung durch Staat und religiöse Institutionen: jeder und jede soll seine Sexualität ohne Zwang und Vorschriften ausleben können, solange dies mit dem gegenseitigen Einverständnis der PartnerInnen stattfindet.

* Völlige Gleichberechtigung für Lesben (wie auch Schwule und transsexuellen Personen) beim Eherecht, dem Recht auf Kindererziehung, dem öffentlichen Ausleben ihrer Zuneigung usw.!

* Keine Kriminalisierung der Sexualität der Jugendlichen durch gesetzliche Altersbeschränkungen! Hingegen bedarf es scharfer Gesetze gegen Vergewaltigung und häusliche Gewalt, um Kinder vor Missbrauch zu schützen. Häusliche GewalttäterInnen sollten durch Nachbarschafts- und Schulausschüsse zur Verantwortung gezogen werden.

 

Konsequenter Kampf gegen die imperialistische Bestie und für die Befreiung der Halbkolonien:

* Enteignet die multi-nationalen Konzerne, die die halbkoloniale Länder blutigst ausbeuten, und stellt sie unter die Kontrolle ihrer Beschäftigten! Das gilt gerade auch für alle Fabriken (ihre „Geschäftspartner“), die nichts anderes sind als lokale Handlanger der Konzerne. Daher: für die Verstaatlichung der imperialistischen Banken und Konzerne unter Arbeiterkontrolle!

* Für den Aufbau von Gewerkschaften, die gerade auch mittels Frauenkomissionen die Verbrechen dieser Konzerne gegen Arbeiterinnen (Vergewaltigungen, Misshandlungen, etc.) aufdecken und bekämpfen!

* Streichung der Schulden aller halb-kolonialen Länder Lateinamerikas, Asiens, Afrikas und Osteuropas! Stattdessen müssen die imperialistischen Staaten die halbkoloniale Welt für die Ausplünderung ihrer natürlichen und menschlichen Ressourcen entschädigen! Für ArbeiterInnentribunale in den halbkolonialen Ländern, die von der internationalen ArbeiterInnenbewegung unterstützt werden, um die Verbrechen der Konzerne an den Menschen in den halbkolonialen Ländern wie auch an der Umwelt zu ermitteln und ihre Eigentümer zur Rechenschaft zu ziehen!

* Zerschlagt den IWF, Weltbank und die WTO!

* Nein zum Protektionismus der imperialistischen Länder gegen Produkte der ärmeren Länder! Abschaffung der amerikanischen Wirtschaftszone NAFTA, der gemeinsamen EU-Agrarpolitik u.a. protektionistischer Waffen des Imperialismus! Umgekehrt treten wir jedoch für das Recht von Ländern der ‚Dritten Welt' ein, ihre Märkte vor Billigimporten aus den imperialistischen Ländern zu schützen.

* Für einen internationalen Notplan zur Rettung der Hungernden und zum Kampf gegen die Folgen des Klimawandels – finanziert aus den Profiten der Banken und Konzerne in den reichen Ländern!

* Sofortiges Verbot des Ankaufs von Grund und Boden durch multinationale Konzerne und Spekulationsfonds! Sofortige Enteignung aller nicht landwirtschaftlich genutzten fruchtbaren Böden im Eigentum großer Grundbesitzer! Abschaffung aller Patente kapitalistischer Monopole in der Landwirtschaft!

* Für die Enteignung der Großgrundbesitzer, der Kirche und der multinationalen Konzerne! Für die Verstaatlichung des Grund und Bodens unter Kontrolle von ArbeiterInnen und armen Bauern! Das Land denen, die es bebauen! Die örtlichen rätedemokratischen Vertretungen der armen und landlosen Bauern müssen die Frage der Aufteilung und Nutzung des Landes entscheiden! Förderung von freiwilligen landwirtschaftlichen Genossenschaften und der Bildung größerer staatlicher Produktionseinheiten!

* Dort wo die Infrastruktur der Halbkolonien noch zu schwach ist: Aufbau von Dorfkollektiven, um die Kinderbetreuung und die Hausarbeit auf alle Hände aufzuteilen und den Frauen volle Berufstätigkeit zu ermöglichen!

* Imperialistische Großmächte: Hände weg von Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, usw.! Für den Sieg des Widerstandes! Sofortiges Ende aller Besatzerkriege, Abzug aller Truppen (auch sogenannter Hilfseinsätze) und Auflösung aller imperialistischen Einrichtungen vor Ort! Gegen jede Form der Einmischung, sei sie militärisch, ökonomisch oder politisch!

 

Vorwärts zur revolutionären Weltpartei! Für den Aufbau einer revolutionären Frauenbewegung!

 

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