Gegen Lohnkürzungen, unsichere Beschäftigungsverhältnissen und Arbeitslosigkeit!

Die Kapitalisten setzen wie immer alles daran, um die Folgen ihrer Krise auf die ArbeiterInnenklasse abzuwälzen. Waren vor Beginn der Krise weltweit noch 177 Millionen Menschen arbeitslos (2007), so wuchs diese Zahl binnen kurzem auf 210 Millionen Arbeitslose (2010) an. Besonders betroffen davon sind Jugendliche: in Nordafrika und dem Nahen Osten haben z.B. offiziell knapp ein Viertel aller Jugendlichen keinen Job.

 

Jene, die noch einen Job haben, müssen oft in höchst unsicheren Beschäftigungsverhältnissen arbeiten und bekommen einen geringen Lohn. Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen weltweit arbeiten den offiziellen Statistiken zufolge in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen (die tatsächliche Rate liegt sicherlich um einiges höher!). Während dies in den reichen imperialistischen Ländern knapp 10% aller Erwerbstätigen sind, liegt ihr Anteil in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion bei einem Fünftel, in Lateinamerika bei einem Drittel, in Ost- und Südost-Asien bei 50-60% und in Südasien und Schwarzafrika bei über ¾!


Ebenso zählen 1,2 Milliarden Beschäftigte – das sind 40% aller weltweit Erwerbstätigen – zu den sogenannten „working poor“ (das sind die trotz Erwerbstätigkeit Armen, die mit einem Einkommen von weniger als 2 US-Dollar pro Tag auskommen müssen, um ihre Familie zu ernähren). In Südost-Asien sind es mehr als die Hälfte und in Südasien sowie in Schwarzafrika um die 80% aller Erwerbstätigen!


Es ist kein Wunder, dass vor dem Hintergrund der kapitalistischen Krise und der Unternehmer-Offensive überall die Profite auf Kosten der Löhne steigen. In Indien beispielsweise hat sich der Anteil der Löhne am Einkommen von Anfang der 1990er Jahre bis Ende der 2000er Jahre halbiert, während sich jener der Profite verdoppelte. Ähnlich reduzierte sich auch in China der Anteil der Löhne dramatisch.


Wir können unsere Lage nur dann verbessern, wenn wir der kapitalistischen Logik der Unterordnung unserer Löhne und Arbeitsplätze unter den Profit die proletarische Logik der Sicherheit der ArbeiterInnenklasse und der gesamten Gesellschaft entgegensetzen. Wir sagen: Lohn und Arbeitsplatzsicherheit auf Kosten der Profite! Die Kapitalisten werden bei diesen Forderungen aufheulen und jammern, dass sie dies alles nicht bezahlen können. Wir antworten darauf: Ihr steckt jedes Jahr einen Großteil der Wertschöpfung in eure Taschen und überläßt den Lohnabhängigen, den kleinen Bauern und den städtischen Armen – also der großen Mehrheit der Werktätigen – den Rest. Wenn ihr nicht zu zahlen bereit oder in der Lage seid, dann enteignen wir euch!


* Nein zu jeder Lohnkürzung! Für kräftige Lohnerhöhungen und einen Mindestlohn, dessen Höhe von unabhängigen ArbeiterInnenkomitees festgelegt werden soll!


* Kampf den unsicheren Beschäftigungsverhältnissen! Umwandlung der ungeschützten, informellen, befristeten Arbeitsverträge in unbefristete mit Angleichung der Arbeitsschutzbestimmungen und Löhne. Die Einhaltung dieser soll durch Kollektivvertragsvereinbarungen geregelt und von Gewerkschaften und BelegschaftsvertreterInnen kontrolliert werden!


* Kampf allen Entlassungen und Betriebsschließungen! Entschädigungslose Enteignung aller Unternehmen, die die Löhne nicht vollständig auszahlen, mit Entlassungen drohen, ihre Steuern nicht vollständig zahlen oder mit Schließung bzw. Verlagerung des Standortes drohen! In solchen Fällen: Haftung der Unternehmer mit ihrem Privatvermögen! Weiterführung dieser Betriebe als staatliche Unternehmen unter Verwaltung der Beschäftigten!


* Arbeitszeitverkürzung jetzt! Wir unterstützen jede Verkürzung der Arbeitszeit. Ziel muss die Aufteilung der Arbeit auf alle Hände sein. Das heißt: jeder soll Arbeit haben und bei gleichbleibenden Lohn kürzer arbeiten!

 

 


Zurück: * Streicht die Schulden

Weiter: * Kampf der Inflation


Free Homepage Translation