Keine Verschlechterungen bei der Ausbildung! Bildung für alle unter Kontrolle der ArbeiterInnenklasse und Jugend!

In zahlreichen Ländern betreibt die Kapitalistenklasse (auch mit Hilfe der Sozialdemokratie) eine Politik der Privatisierung und Verteuerung der Ausbildung. Die Konzerne bekommen immer mehr Einfluß in den Schulen und Universitäten. Der Zugang zur Ausbildung wird immer teurer und der Streß im Bildungssystem selber nimmt immer mehr zu.


In vielen anderen Ländern sind große Teile der Bevölkerung von der Bildung bzw. von einer Bildung, die über die Grundschule hinausgeht, ausgeschlossen. Das Analphabetentum ist daher noch immer weit verbreitet. So wird es in großen Ländern wie Indien, Pakistan oder Bangladesch 40-50% der über 15-Jährigen verunmöglicht, Lesen und Schreiben zu lernen. In zahlreichen Ländern Afrikas liegt dieser Anteil zum Teil noch höher.


Die Bildung in der bürgerlichen Gesellschaft dient vor allem der Herausbildung von Arbeitskräften, die qualifiziert sind und sich dem kapitalistischen Kommando unterordnen. Daher wird den SchülerInnen nicht nur Wissen vermittelt, sondern sie werden auch ideologisch manipuliert und im Geist der sklavischen Unterwerfung unter die Bosse erzogen. Mehr denn je ist die Schule die Fabrik der Jugend.


So wie der kapitalistische Staatsapparat als solches muss auch das Bildungssystem als Teil dessen zerschlagen werden. Die Bolschewiki-KommunistInnen streben daher eine grundlegende Revolutionierung des Bildungssystems an mit dem Ziel einer Einheitsschule, in der Arbeit und Ausbildung, Theorie und Praxis miteinander verbunden werden und in dem die Gesellschaft und insbesondere die Auszubildenden und die Ausbildner aktiv mitbestimmen. Aber dies wird erst in einer sozialistischen Gesellschaft möglich sein.


Solange die ArbeiterInnenklasse und die Unterdrückten noch unter den Bedingungen des Profitsystems leben müssen, treten wir für den bestmöglichen Zugang zu einer Ausbildung von qualifizierten, klassenkämpferischen ArbeiterInnen und die Stärkung von Gegenmachtorganen ein. Deswegen ist es von vorrangiger Bedeutung, für die Selbstverwaltung und die Kontrolle der Ausbildungsstätten durch die Auszubildenden in Zusammenarbeit mit den Lehrenden zu kämpfen. Wir kämpfen gegen die staatlich-bürokratische Kontrolle von oben und die autoritäre Herrschaft der Direktoren und Lehrenden über die Auszubildenden. Gleichzeitig ist es Aufgabe der ArbeiterInnenbewegung, so weit wie möglich ein proletarisches Bildungswesen aufzubauen, damit den unterdrückten Klassen Bildung in Verbindung mit der proletarischen Solidarität und den Lehren des Klassenkampfes vermittelt wird.

 

* Einheitliche und verpflichtende Ausbildung für Alle mit 12 Schulstufen!


* Für eine Berufsausbildung (Lehre bzw. zweiter Bildungsweg) in öffentlichen Hand, in Verbindung mit Staatsbetrieben und unter Kontrolle der Gewerkschaften und der Auszubildenden!


* Freier Schul- und Universitätszugang für alle! Keine Gebühren oder Kredite und keine Zugangsbeschränkungen im Bildungssystem! Angebot von Vorbereitungskursen für den Besuch der Universität für ArbeiterInnen während der Arbeitszeit und bezahlt durch den Staat! Abschaffung des Abiturs und der Zugangsvoraussetzungen auf den Unis, die ArbeiterInnen, Lehrlingen und MigrantInnen den Zugang zur Hochschule erschweren!


* Finanzierung der Ausbildung und der Lebenshaltungskosten für die Auszubildenden durch den Staat!


* Gegen Kürzungen im Bildungsbereich! Für massive Neueinstellung von LehrerInnen sowie den Ausbau öffentlicher Schulen, um die Qualität der Ausbildung zu erhöhen!


* Keine privaten und religiösen Schulen und Universitäten! Kein Religions- oder Ethikunterricht an Schulen! Für ein einheitliches, weltliches Bildungssystem in öffentlicher Hand!


* Statt einer Pseudo-Mitbestimmung in den Ausbildungsstätten - für den Aufbau einer kämpferischen SchülerInnengewerkschaft und einer kämpferischen StudentInnengewerkschaft! Statt Einmischung und Fremdbestimmung durch Kapitalisten oder Staatsbürokraten – für eine gemeinsame Kontrolle der Schulen durch SchülerInnen, Eltern und Lehrende bzw. der Universitäten durch StudentInnen, Lehrende und VertreterInnen der ArbeiterInnenorganisationen!


* Wahl und Abwählbarkeit der LehrerInnen durch SchülerInnen und Eltern! Abschaffung des Postens eines Schuldirektors!


* Gemeinsame Ausarbeitung des Lehrplanes durch demokratisch gewählte SchülervertreterInnen mit VertreterInnen der ArbeiterInnenbewegung auf gleichberechtigter Entscheidungsebene. Nach Schulstufe gestaffelte einheitliche Stundenwoche, mit höchstens 35 Stunden die Woche für alle SchülerInnen ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand zu Hause. Für das Recht auf politische Betätigung an den Schulen!


* Für eine einheitliche Arbeitsschule für Alle bis zum Alter von 18 Jahren, in der Unterricht und Arbeit, Theorie und Praxis, miteinander verbunden wird!


* Die Forschung und Wissenschaft soll nach einem Plan organisiert werden, der sich nach den gesellschaftlichen Bedürfnissen und nicht nach dem Profitinteresse richtet – kontrolliert durch die ArbeiterInnenbewegung und in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten dieser Bereiche! Abschaffung des Patentwesens!

 


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